Zwischen Autonomie und Gemeinschaft, globalen Erfahrungen und queeren Zeitreisen: west off 2025 bringt drei außergewöhnliche Performances auf die Bühne. Die Plattform für junge Kunst aus der Region lädt dazu ein, in Köln, Bonn und Düsseldorf das Politische im Persönlichen zu entdecken.
Evgenija Gerciu
↪︎Performance
Wie schön ist es, zu wissen, dass man alles selbst schaffen kann? Kaputtes reparieren, allein wohnen, arbeiten, entscheiden. Aber wann schlägt bei aller Autonomie das gute Gefühl um? Denn wie schön ist es, mit anderen zu arbeiten, zu lachen, zu machen. In ihrer Performance testet Evgenija Gerciu die Vorzüge und Grenzen der Eigenständigkeit aus. Wo stehen wir allein und wo finden wir helfende Hände? Wo ist die Gruppe, die das Kind erzieht – oder wenigstens beim Umzug hilft? Zwischen performativer Alltagsverarbeitung und den selbstständigen Aspekten des Theatermachens werden Themen wie Nachbarschaft, Individualismus und die Suche nach Gemeinschaft verhandelt.
Yasmine Calasse
↪︎Tanz
It’s not what you think, allow me to clarify ist ein Tanzstück, das einen Dialog über Umsiedlung, Flucht und Migration eröffnet – insbesondere für Menschen aus Entwicklungsländern und People of Color in Zeiten verschärfter Einwanderungspolitik. Das Stück lenkt den Blick auf „die andere Hälfte unserer Realität“ – auf Menschen aus zerstörten Nationen, die sich von kolonialen Unruhen und korrupter Führung erholen und dabei einen Keim von Potenzial, Ressourcen und Neubeginn in sich tragen. Yasmine Calasse beschäftigt sich konsequent mit den Folgen des Kolonialismus und nimmt mit ihrem Team eine differenzierte Perspektive auf das Thema Migration ein, entlarvt Stereotype und hinterfragt die Logik des „White Saviourism“.
feige glanz & fervor
↪︎Relaxed Performance
queering of age lädt dazu ein, autofiktionale Texte, Erinnerungen und Reflexionen über queeres Aufwachsen in den 1990er, 2000er und 2010er Jahren in Westdeutschland und im Süden Brasiliens zu erleben. Zwischen Teenager-Zeitschriften, Popmusik und Filmzitaten entstehen erzählerische Räume über Begehren, Selbstentwürfe und Unsichtbarkeit. feige, glanz & fervor vereinen verschiedene Körperlichkeiten, kulturelle Hintergründe und Sprachen. Das Kollektiv arbeitet an der Schnittstelle von Text, Raum und Erinnerung, mit Fokus auf queere Perspektiven und intersektionale Zugänglichkeit. Popkultur und Queerness prägen ihre Ästhetik; Freund*innenschaft und Neugier motivieren ihre Prozesse.
Studiobühne
Köln
Freitag, 07.11.2025 | 20:00 Uhr | Premiere
Yasmine Calasse: It’s not what you think, allow me to clarify
Samstag, 08.11.2025 | 20:00 Uhr | Premiere
feige glanz & fervor: queering of age
Sonntag, 09.11.2025 | 18:00 Uhr | Premiere
Evgenija Gerciu: Selbst
Sonntag, 09.11.2025 | 20:00 Uhr
Yasmine Calasse: It’s not what you think, allow me to clarify
Theater im
Ballsaal Bonn
Donnerstag, 13.11.2025 | 20:00 Uhr
Evgenija Gerciu: Selbst
Freitag, 14.11.2025 | 20:00 Uhr
Yasmine Calasse: It’s not what you think, allow me to clarify
Samstag, 15.11.2025 | 20:00 Uhr
feige glanz & fervor: queering of age
FFT Düsseldorf
Freitag, 12.12.2025 | 19:00 Uhr
feige glanz & fervor: queering of age
Freitag, 12.12.2025 | 20:30 Uhr | Special
Cheers for fears: Showcase
Samstag, 13.12.2025 | 19:00 Uhr
Evgenija Gerciu: Selbst
Samstag, 13.12.2025 | 20:30 Uhr
Yasmine Calasse: It’s not what you think, allow me to clarify
Samstag, 13.12.2025 | 22:00 Uhr | Special
RuhrgebietsSpatzen: GenderGaGa
Team
Dramaturgie & Koordination Rika Sakalak
Leitung Svenja Pauka (Theater im Ballsaal), Christoph Rech (FFT
Düsseldorf), Stawrula Panagiotaki, Tim Mrosek (studiobühneköln)
Presse & Öffentlichkeitsarbeit Claudia Grönemeyer (Theater im Ballsaal)
Technische Leitung Pascal Gehrke
Gestaltung Katja Lotter
Förderung
west off 2025— Theaternetzwerk Rheinland wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und die Kulturämter der Städte Bonn, Düsseldorf und Köln.